Donnerstag, 15. November 2012

Heute haben wir Passagiere die Möglichkeit die Maschine zu besichtigen.

Der Chief-Ing führt uns durch seinen Arbeitsbereich.

Der Kontrollraum ist klimatisiert und relativ Schalldicht.
Vollautomatisch mittels Computer wird überwacht und gesteuert. An den wichtigen Stellen der Antriebsmaschine sind  Indikatoren, die Temperaturen und Drücke messen und bei Abweichungen Alarm auslösen. Alle Ventile werden am Computer geöffnet und geschlossen.
Auch die anderen Systeme wie Treibstoff- und Ballasttanks, Klimaanlage, Hilfsaggregate, Kessel, Turbolader, Abhitzekessel usw. werden überwacht.

Gearbeitet wird 8 h am Tag, ansonsten läuft die Maschine wachfrei.
Alarmanzeigen gibt es in der Messe und in den Kabinen der Ingenieure.




Die Antriebsmaschine ist eine 8 Zylinder Sulzer 2 Takt Maschine, Leistung 12480 KW entsprechen 16973 PS. Zu sehen sind die Zylinderköpfe. Die Gesamthöhe erstreckt sich über 3 Stockwerke. Täglicher Verbrauch sind etwa 25 to Schweröl.





Rechts im Bild sind 2 Ersatz Laufbuchsen mit Kolben zu sehen.

Die Maschine ist direkt über die Welle mit dem Propeller verbunden, ohne Getriebe. Bei Vollast dreht sie 100 U/min. Bei Rückwärtsfahrt dreht der Motor anders herum.



Schweröl wird abhängig der Viskosität aufgeheitzt, hier auf 131°C und in Separatoren gereinigt.



Angelassen wird die Maschine mittels Preßluft, 3 Kompressoren erzeugen in 2 Behälter Preßluft von 20 bar.



Für die Stromversorgung sind 3 Stück 6 Zylinder Motoren mit Generatoren installiert. Einer läuft, ein anderer Standby und der dritte in Reparatur. Die Verschleißteile werden ersetzt.




Das Ruder wird hydraulisch angetrieben. Im Manöver Modus(Manöver in den Häfen) mit 2 Hydraulikpumpen, auf See mit einer Pumpe.



Trinkwasser wird an Bord hergestellt und mit Dolomit mineralisiert, Kapazität bis zu 25 to/Tag, Verbraucht werden täglich etwa 7 to. Das Meiste wird als Speisewasser für die Aufheizung des Schweröls verwendet.

Nach dem Abendessen gehe ich auf die Brücke, ein schöner Tag auf See geht zu Ende.

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