Donnerstag, 25. Oktober 2012

Mittwoch, den 24. Oktober 2012

Gestern abend wurde die Geschwindigkeit reduziert, weil erst um 11:40 Hochwasser ist, unbedingt nötig, bei einem Tiefgang des Schiffes von 11m.

Morgens um07:00 erreichen wir Leixoes/ Portugal. Der Kapitän spricht mit der Hafenbehörde. Unser Liegeplatz ist besetzt, vom Reedereiagenten keine Spur. Keiner weiß genaueres.

Auf einmal geht es ganz schnell. 13:00 Anker aufholen, 13:30 soll der Lotse kommen. Dann wieder Pause, Lotse verspätet sich. Der Capt. dreht noch einen Kringel vor dem Hafen.
Dann kommt der Lotse doch noch, Es geht in den Hafen, Schiff wird gedreht und ist um 16:00 fest.



Einfahrt in den Hafen





Kurz darauf verlassen wir das Schiff, der Weg zum Gate des Hafens ist kurvig um die Container herum, aber ein Hafenarbeiter nimmt uns mit zum Gate. Es sind keine Formalitäten nötig, kein Shorepass um in den Hafen zu kommen.

Ganz in der Nähe ist die Markthalle. Wir kaufen  Chillies für den Koch an Bord.
 


Die Stadt bietet nicht viel, die Straßenbahn ist sehenswert, wahrscheinlich von der EU bezahlt




Da wir nicht an Bord zu Abend essen, gehen wir in ein elegantes Seafood Restaurant. Nicht ganz preiswert, aber gut.
Ein Taxi bringt uns zurück bis zum Schiff, unterwegs noch Portwein gekauft für den Absacker an Deck.

Um 22:00 sind wir wieder an Bord, Abfahrt ist 24:00

Nächster Stop ist Namibia in 2 Wochen.

Dienstag, den 23. Oktober 2012 Auf See durch die Biskaya

Es ist erstaunlich, 2 Tage traumhaftes Wetter auf der Überfahrt durch die Biskaya. 3 Bf Ostwind.
Sonnenaufgang




und Mittagstemperaturen von 21°C. Ab Morgen wird die Sonnencreme herausgeholt und auf Sommerkleidung gewechselt.


Die beiden anderen Passagiere unterziehen sich heute der Sicherheitsunterweisung.


Um 16:00 erreichen wir den Waypoint Finistere an der NW-Spitze Spaniens.
Das Verkehrstrennungsgebiet zieht sich weit auf See, so kann man die 40 NM entfernte Küste nur Schemenhaft erkennen.



Montag, den 22. Oktober 2012 ....auf See durch die Biskaya.

Es ist kaum Wind heute in der sonst berüchtigten Biskaya. Die Sonne scheint, nur die nachlaufende Dünung läßt ahnen, daß es zuvor ordentlich geweht hat. Das Schiff rollt bis zu 15°.



Bewegung muß sein. Ich laufe, wie auch gestern 5 Runden auf dem Schiff, das entspricht ein Länge von 2,2km.

Am Bug tauchen Delphine auf. Eine Gruppe von ca. 20 Tiere schwimmen vor dem Bug und springen bis zu 3m weit übers Wasser. Die Geschwindigkeit von 12 kn sind kein Problem.


Die Mannschaft sichert erneut Container und Fahrzeuge. Die Verlaschungen werden nachgespannt.
Der 2. Offizier erzählt, von einem Schwesterschiff seien beim Sturm ein Container und ein Truck über Bord gegangen.

An Bord befinden sich seit Antwerpen 2 kleine Vögel, könnten Strandläufer sein, Eine kraftschonende Art, in den Süden zu Reisen.

Sonntag, den 21. Oktober. 2012 auf See im Englischen Kanal

Sauwetter, tief hängende Wolken und Regen. Die  Sicht beträgt kaum 2 Meilen. Um 10:00 passieren wir Dover. Hier an der engsten Stelle des Kanals herrscht dichter Schiffsverkehr im Verkehrstrennunggebiet.
In näheren Umkreis laufen 4 Schiffe in gleicher Richtung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und man versucht, den Abstand auf eine halbe Meile einzuhalten.
Das hervorragende Mittagessen, Tomatensuppe, Schweinshaxe mit Sauerkraut, wahlweise Kartoffeln oder Kokosnußreis. Zum Nachtisch Eis, Erdbeeren, Sahne und on Top Schokoladenstreusel, hebt die Stimmung.
Am Nachmittag sind im Dunst die 100m hohen Kreidefelsen von Beachy Head an der Südküste von England zu erkennen.




Ab heute abend habe ich beschlossen, am Abend nicht mehr warm zu Essen, Ich will ja nicht kugelrund von Bord gehen.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Mit den anderen Passagieren, dem Ehepaar aus der Schweiz trinken wir ein paar Gläser Rotwein in meiner Kammer. Sie reisen bis Kapstadt, haben Ihren Landrover, verpackt in einem Container, dabei, um dann über Land zurück zu Fahren, dabei nehmen sie sich 2 Jahre Zeit. Die Frau stammt aus Kenia und dort ist ein längerer Aufenthalt geplant.

Die Uhren werden um 1 Stunde zurückgestellt.























Samstag, 20. Oktober 2012

Endlich

Es geht los um 21:00, Schleusen 23:00

ich melde mich in Portugal wieder, so in 4 Tagen

bis dahin, Tschüß

Abfahrtstermin verschoben

in der letzten Nacht haben die Stauer Mist gebaut. In Luke 1 sind die Konstruktionsteile unsachgemäß verstaut worden, ein Teil mußte wieder entladen werden und die verbliebenen teile müssen neu gesichert werden.


Jetzt sind die Kraftfahrzeuge an der Reihe


Auf 2 Lagen Container werden Flats verladen, als stabilen Untergrund für die LKWs.


Ich habe Glück, die freie Aussicht aus meiner Kammer bleibt erhalten.
Ich habe Pech, der PKW unterhalb meiner Kabine hat ne Alarmanlage, alle 5 min geht die los......
bis die batterie leer ist.




Nun soll es heute abend 18:00 los gehen bis zum nächsten Stop in Leixoes/Portugal.

Freitag, 19. Oktober 2012

Meine Kammer......

.............liegt auf dem Deck D, 2 Decks unter der Brücke und 4 Decks über dem Poopdeck
(das achtern erhöhte Deck über dem Hauptdeck)

Position etwa Mittschiffs, mit Aussicht nach vorn, 2 Fenster, eines davon kann man öffnen. Es ist etwa 7x4m groß, genug für 1 Person.

Jedn 2. Tag kommt der Stuard, leert den Papierkorb, wischt ein wenig im Badezimmer, macht das Bett und legt den Schlafanzug auf Bügelfalte. 







Am Schreibtisch kann man bequem arbeiten. Der Fernseher und die Musikanlage ist neu. Fernsehen kann man nicht empfangen, es fehlt die Antenne. Er dient als Bildschirm für Filme auf DVD.

Das Baujahr des Schiffes liegt vor der Zeit der digitalen Satantennen.


Die naßzelle bietet alles was man braucht, Toilette, Klo und Dusche, die reiclich eng ist.



Die Halterung des Duschkopfes hat der Schosser repariert, aber mit einer falschen Halterung, beim Duschen wurde nur der Vorhang naß, ich aber nicht.
So hab ich den Duschkopf mit Draht modifiziert.


Technische Daten des Schiffes und Besatzung

hier sind alle Schiffsdaten zusammengefaßt.

Zum Vergrößern auf das Bild klicken



Zur Besatzung gehören 24 Personen

15 Leute Birmanen
8 Polen
1 Südafrikaner


Nautik:
Kapitän Pole,  Chiefmate Birmane, 2. Offizier Südafrikaner, 3.Offizier Pole

Technik.
Chiefing, 2.Ing, 3. Ing, Elektro-Ing sind Polen

Koch und Stuard sind Birmanen

Bootsmann und Restcrew sind Birmanen


Das Schiff fährt unter der Flagge der Marshall Inseln. Die Sicherheit wird groß geschrieben.
Ein GL Ing ist 2 Tage an Bord und checkt alle Sicherheitssysteme.
Es ist für den Reeder billiger, aber dadurch leidet nicht die Sicherheit.

Schiffsansichten

 das Brückenhaus, siehe roter Pfeil meine Kammer



das Heck




Seitenansicht, der rote Pfeil zeigt den Swimminpool, ca 3x5 m groß.  Er wird gefüllt mit Seewasser.

Wenn wir die kanarischen Inseln passiert haben sind die Wassertemperaturen etwa 20°C.
mehr Spaß macht es denn wohl am Äquator.


Laden, Laden, Laden

Heute liegt die Grey Fox den 3. Tag in Antwerpen. Es ist grandios, zu sehen und mit zu Erleben, welches Fassungsvermögen das Schiff hat.Das laden der losen Stahlkonstruktionen ist zeitaufwendig, wäre wohl besser, dafür 40" topopen Container zu verwenden.

Inzwischen ist auch der Schiffsausrüster aus hamburg eingetroffen und schon stehen auch Tomaten und Joghurt auf dem Tisch.



Dies Bleche sind für VW Südafrika


Schwerlasten wie dieser Autokran, er wiegt 72 to und das Baggerteil 40 to



 Kraftfahrzeuge



Holzplatten dienen zur Abdeckung von Schüttgütern, die im untersten Teil des Schiffes gelagert werden um danach Stückgut zu stapeln



Unmengen von Befestigungsmaterial, wie Stahlbänder, Kordel, Ketten und Drahtseile werden verbraucht



2Tankschiffe kommen längsseits, 1500 to Schweröl werden übernommen. Schweröl ist im kalten Zustand wie Teer, es wird im Tankschiff auf etwa 60°C aufgeheitzt um es überhaupt pumpfähig zu machen.



Mittwoch, 17. Oktober 2012

Beladung in Antwerpen

Heute morgen erreichen wir Antwerpen. Es regnet und keine Lust auf Stadt, die kenne ich schon und die Beladungsarbeiten vom Schiff aus, kenne ich noch nicht.

Kurze Zeit später bauen sich Riesenkrane vor dem Schiff auf, die dafür sorgen, wofür das Schiff bestimmt ist, Güter zu transportieren.

In Rotterdam wurden 1500 to Quarzsand geladen, da ist mal gerade der Boden bedeckt. Kurzerhand schwebt eine Planierraupe in den Laderaum um den Sand zu glätten. Dieser wird mit Folie und Holzbretter bedeckt und dann schweben Paletten Holz in den Untergrund. Der CAT Bagger in Teilen muß auch mit.






Ein Binnenschiff geht längsseits, 2000 to Anthrazit verschwinden in einem anderen Laderaum, bestimmt für Richards Bay.


Blechcoils werden verladen, der schwebende Gabelstapler soll sie unter Deck stapeln.



Einige Tonnen Stahlkonstruktionen haben noch Platz unter Deck.

Dienstag, 16. Oktober 2012 Auf See nach Antwerpen......

.....immer dem Verkehrstrennungsgebiet folgend an der deutschen, niederländischen und belgischen Küste entlang.

Nur für einen Moment zeigt sich die Sonne am östlichen Horizont.




Dann überwiegen die Regenwolken, der Wind aus SW bläst mit 5-6 Bf, das ergibt am Schiff relative 9 Windstärken.

Nach dem ordentlichen Frühstück, Spiegeleier und Bacon gehe ich auf die Brücke.
Der 2. Offizier geht die 8-12 Wache,  er ist Südafrikaner und kommt aus Pretoria. Es entwickelt sich eine angeregte Unterhaltung, denn ich kenne Südafrika aus den Jahren 1988/1997 und 1998.

Der 2. Offizier, der auch gleichzeitig für die Sicherheit verantwortlich ist, zeigt mir am Nachmittag die Einrichtungen an Bord, Feuerschutz, Rettungsboot und –inseln, die Sammelpunkte für Feuer, Mann über Bord und am Rettungsboot selbst. Selbstverständlich auch den Umgang mit der Rettungsweste.

Spät Nachmittag zeigt sich die Sonne, der Wind verstärkt sich auf 7-8 Bf, das bedeutet 10-11 Bf scheinbarer Wind und nur noch 10 kn Fahrt.
Dabei läuft das Schiff relativ ruhig, dagegen stampfen die kleineren Frachter erheblich.




15. Oktober 2012 An Bord



Der erste Blick
Mit dem Zug nach Hamburg, 45min Verspätung, aber ich brauche ja keinen weiteren Anschluß, nur noch die Fahrt mit dem Taxi zum Schuppen 63 im Südwest Terminal.

Am Tor zeig ich brav meinen Ausweis, der Wachhabende blättert in den Papieren der Grey Fox, kein Passagier auf der Liste, ein kurzer Anruf bei der Agentur und schon kann ich passieren, hat die Reederei verschlammt.






Es sollten noch einige Reparaturen erledigt werden, deshalb sollte ich erst gegen 16:00 an Bord kommen.

Es ist jetzt kurz vor 17:00, als ich mit meinem schweren Koffer das Schiff über die Gangway erklimme, sehr steil, ist Hochwasser. An Bord vor der Treppe zum Poopdeck erklärt sich ein Crewmitglied meinen Koffer zu tragen. Über Funk informiert er den Stuart, der mir meine Kabine zeigt. Auf dem Deck D, zwei Decks unter der Bücke.
In der Kabine ist der Elektriker damit beschäftigt, einen neuen Kühlschrank, Fernseher und DVD Anlage einzubauen. Der Fernseher, 32“Flachbildschirm ohne Antenne, nur geeignet DVD’s zu schauen.

Um 17:30 mein erstes Abendessen in der Offiziersmesse, sehr ordentlich, mein Platz neben dem Kapitän, der aber nicht erschien, er ist beschäftigt mit Mitarbeitern der Reederei, denn um 21:00 sollen wir auslaufen.

Die Ladearbeiten sind um 20:00 abgeschlossen.

In dieser Kabine hat wohl früher der 3. Ing. gewohnt. Es ist ausgerüstet mit einer Alarmanzeige, die auch gegen 20:30 angesprochen ist, „Feueralarm“ es dauerte einige Zeit bis jemand den Alarm abstellt.

Der Himmel klart auf und die Sonne beleuchtet die Landungsbrücken und die neue Elbphilharmonie.









Pünktlich um 21:00 verlassen wir den Hafen und es geht elbeabwärts in die Nacht hinein.

Mit dem Elbe Lotsen habe ich gute Gespräche über Gott und die Welt.



Sonntag, 14. Oktober 2012

Der Abreisetermin ist wohl der 16. Oktober

Die GREY FOX nähert sich Hamburg.

Morgen gehe ich an Bord.

Der folgende Link gibt Auskunft über die Position des Schiffes, natürlich nur in Küstennähe, nicht auf der freien See.

http://www.marinetraffic.com/ais/default.aspx?mmsi=538090261&centerx=18.4303&centery=-33.91302&zoom=10&type_color=7

Freitag, 12. Oktober 2012

Noch kein präziser Termin

In den letzten Tagen überschlägt sich der Termin für die Abfahrt in Hamburg.

Erst der 18., dann der 14. zur Zeit der 15. Oktober.

Das Schiff liegt zur Zeit in Rotterdam und kann nicht laden, weil es regnet, die Ladung darf nicht naß werden, ist es Papier oder sogar Gips, keine Ahnung.

Geduld ist gefragt

Dienstag, 9. Oktober 2012

die Vorbereitungen.....................

....................laufen auf vollen Touren.

Das Schiff hat heute den Hafen von Vigo/Portugal angelaufen und soll nach Reedereiangaben heute abend Richtung Rotterdam auslaufen.
2 Tage früher als geplant, am Sonntag, den 14. Oktober ist Einschiffung in Hamburg. Da sich bis dahin noch Einiges ändern kann, warte ich ab, die Fahrkarte nach Hamburg zu kaufen.
Mittlerweise habe ich mir auch das Rückflugticket von Kapstadt nach Frankfurt gekauft. Leider ist es erst ab nächste Woche möglich, die Bahnfahrkarte von Frankfurt nach Hause  online zu buchen. dann mach ich es unterwegs, irgendwo ist wohl Internet zu haben.
Bei der Reederei habe ich angefragt, ob sie mir einen bestimmten Rotwein und auch Zigarillos im Zuge der Proviantierung besorgen können, für 45 Tage an Bord lohnt es sich schon.